Khalil Gibran.

Khalil Gibran, geboren im Dezember 1883 in Libanon, ist ein Wanderer zwischen zwei Welten.
 
      Sein Leben spann einen Bogen zwischen der alten Welt des Orients, wo er inder Tradition der 
aramäischen Christen erzogen wird und der neuen Welt der USA, die Freiheit und Fortschritt symbolisiert.
  Als 12 jähriger Knabe verlässt er mit der Mutter und den drei Geschwistern seine Heimat, die Familie wandert
  nach Boston aus. Zwei Jahre später kehrt er jedoch in den Libanon zurück, wo er seine Schulbildung abschließt
und mit seinem Vater Reisen durch den gesamten Libanon, Syrien und Palästina unternimmt. Anschließend
      durchreist er Griechenland, Spanien und Italien und lebt ein Jahr in Paris. 1903 wird er nach Boston gerufen,     denn seine Mutter, die jüngere Schwester und sein Halbbruder sind schwer an Tuberkolose erkrankt und
sterben kurze Zeit später. Der Verlust der Mutter trifft ihn tief. In seinem Roman
"der gebrochene Flügel"  (1912) wird sein Trauer anklingen.
 
Intensiv beschäftigt Gibran mit der arabischen Sprache sowie mit der Geschichte und Kultur seines
Landes. Er studiert die arabischen Philosophen und erwirbt sich gründliche Kentnisse in der christlichen
und islamischen Theologie. Gegenstand seines Wissensdurstes sind die Weisheit der Vedas, ebenso
wie das Buch Moses, die Seligpreisungen  (Bergpredigt) und die Quellen des Buddhismus.
 
     Später wird er sich mit den Schriften Nietzsches, Voltaires, Rousseaus, Jefferson und Lincolns
auseinander setzen. Neben der Literatur gilt seine Liebe auch der Malerei. 1904 werden seine Bilder
erste mal in Boston ausgestellt. 1908 schließt er sich in Paris dem Künstlerkreis um Aguste Rodin an.
Seit 1912 lebt er in New York und bleibt dort, bis zu seinem Tode.
 
  Gibran schreibt zweisprachig, arabisch und englisch. Sein literarischer Weg beginnt mit Prosastücken in
arabisch, in denen religiöse Intoleranz und der Machtmissbrauch des Klerus im Libanon angegriffen werden..
 
Das Hauptwerk Gibrans, "DER PROPHET" (1923) wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt und gilt noch heute
als überragender Beitrag zur kulturellen Renaissance der arabischen Welt und als literarisches Symbol für
die Versöhnung zwischen Christentum und Islam."Sand und Schaum" erscheint 1926
"Jesus Menschensohn" 1928 lässt er auf einzigartige Weise Menschen zu Wort kommen, die jesus nahe standen.
Gibrans Gedanken kreisen um Ewigkeit und Vergänglichkeit, um Liebe, um Vertrauen oder Entfremdung unter
den Menschen.
 
Khalil Gibran stirbt nach schwerer Krankheit im April 1931 in New York.
 
 

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