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»Alles andere kann warten,
aber deine Suche nach Gott kann nicht warten.«
 
Paramhansa Yogananda
 
 
 
Die Sehnsucht, unsere verlorene Vollkommenheit
wiederzugewinnen, der Drang, das
Edelste und Wunderbarste zu tun und zu sein,
dessen wir fähig sind, ist die schöpferische Kraft in
uns, die jeder großen Leistung zugrunde liegt. Wir
streben hier auf Erden nach Vollkommenheit, weil
wir uns danach sehnen, unsere Einheit mit Gott
wiederzufinden.
 
 
 
 
 
Die Menschheit ist auf der ewigen Suche nach dem »Etwas«, von
dem sie sich höchstes, unvergängliches Glück verspricht. Für solche
Menschen jedoch, die Gott gesucht und gefunden haben, ist
die Suche vorbei: Er ist dieses »Etwas«.
 
 
 
 
 
Warum meint ihr, daß Er nicht existiere? Der ganze Äther ist von
Musik erfüllt, die man durch das Radio auffangen kann – Musik, von
deren Existenz man sonst nichts wüßte. Ebenso ist es mit Gott. Er
ist jede Minute eures Lebens gegenwärtig, doch nur durch die Meditation
könnt ihr dies erkennen.
 
 
 
 
 
»Ob ihr daran  glaubt
 
oder nicht, hat wenig zu bedeuten, [sagte
mein Guru]. Man muß sich zu wissenschaftlichem Denken erziehen
und feststellen, ob eine Sache
 
wahr ist. Das Gesetz der Schwerkraft
wirkte vor Newtons Entdeckung mit derselben Präzision wie danach.
Der Kosmos würde sich in einem ziemlichen Chaos befinden,
wenn seine Gesetze nicht eher zur Wirkung gelangen könnten, als
bis sie vom menschlichen Glauben sanktioniert werden.«
 
 
 
 
 
Jeder Mensch hat zwei Seiten: eine sichtbare und eine unsichtbare.
Mit offenen Augen seht ihr die gegenständliche Schöpfung und
euch selbst in ihr. Wenn ihr die Augen schließt, seht ihr nichts als eine
dunkle Leere; und doch ist euer Bewußtsein, obgleich es keine sichtbaren
Formen mehr wahrnimmt, immer noch wach und rege. In tiefer
Meditation könnt ihr das Dunkel hinter den geschlossenen Augen
durchdringen und das Licht schauen, aus dem die ganze Schöpfung
hervorgegangen ist. Im tieferen Zustand des
Samadhi geht eure Wahrnehmung
sogar über die Ebene des Lichts hinaus, und ihr erlebt das
unsagbar glückselige Bewußtsein, das jenseits aller Erscheinungen
liegt und doch unendlich viel wirklicher, fühlbarer und freudiger ist
als alle sinnlichen oder übersinnlichen Wahrnehmungen.
 
 
 
 
 
 
 
 
Im scheinbar leeren Raum gibt es ein Bindeglied, ein ewiges Leben,
das alles im Universum, sei es beseelt oder unbeseelt, miteinander
vereinigt: die alles durchdringende Strömung des Lebens.
 
 
 
 
 
 
Unser großer, durch den Raum wirbelnder Planet und unsere
menschliche Individualität wurden uns nicht gegeben, damit wir einige
Zeit existieren und dann ins Nichts entschwinden, sondern damit
wir nach dem Grund aller Dinge forschen. Töricht ist derjenige,
der seine Zeit vergeudet und sich nicht bemüht, den Sinn des Lebens
zu erkennen. Wir sind überall vom Geheimnis des Lebens umgeben,
und uns ist die Intelligenz verliehen worden, es zu enträtseln.
 
 
 
 
 
Bessert euch selbst, dann habt ihr euren Teil dazu beigetragen,
die Welt zu verbessern. Jeder muß zuerst sein eigenes Leben ändern,
wenn auf dieser Welt Friede herrschen soll. Die Welt wird nicht eher
Frieden haben, als bis jeder bei sich selbst beginnt und diesen Frieden
anstrebt. Erst dann, wenn wir den Haß aus unserem Herzen verbannt
haben, können wir ein christusähnliches Leben führen.
 
 
 
 
 
Es sind weniger eure vorübergehenden Gedanken oder großartigen
Ideen, die euer Leben gestalten, als eure täglichen Gewohnheiten.
… Vereinfacht euer Leben! Ihr dürft nicht ins Getriebe
dieser Welt geraten, es ist zu aufreibend. Wenn ihr endlich das gefunden
habt, wonach ihr euch sehnt, sind eure Nerven ruiniert, euer
Herz überlastet und eure Glieder geschwächt. Nehmt euch von jetzt
an vor, eure geistigen Kräfte immer mehr zu entwickeln. Werdet zu
einem Lebenskünstler. Wer Freude hat, hat alles. Lernt also, froh
und zufrieden zu sein. …
Nehmt euch jetzt  vor, glücklich zu sein.
 
 
 
 
 
Das Leben besteht aus Geboren werden, Spielen, Heiraten,
Kindererziehung, Altwerden, und dann ist es zu Ende. Das kann
man aber nicht Leben nennen. … Wer Gott gefunden hat, der hat
keine Sorgen mehr. Alle, die wir je geliebt und durch den Tod verloren
haben, sind im ewigen Leben wieder mit uns vereint.
 
 
 
 
 
Ihr werdet schnell aller materiellen Dinge überdrüssig, wenn ihr
sie eine Zeitlang besessen habt. Es gibt jedoch etwas, dessen ihr
nie überdrüssig werdet, weder jetzt noch in alle Ewigkeit: die ewig
neue Freude der Vereinigung mit Gott. Eine Freude, die sich immer
gleichbleibt, wird mit der Zeit langweilig. Doch einer Freude, die
ewig neu und unversiegbar ist, werdet ihr in alle Ewigkeit nicht
müde. Diese Freude ist in tiefer Meditation zu finden.
 
 
 

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