"DU SOLLST NICHT TÖTEN"

 

„Was soll ich mit euren Schlachtopfern? Spricht der Herr. Die Widder und das Fett eurer Rinder habe ich satt; das Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke ist mir zuwider. Wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Wenn ihr auch noch so viel betet, ich höre es nicht. Eure Hände sind voller Blut."

Jesaja 1.11,15

 

 

Das Wort „Vegetarier" leitet sich ab vom lateinischen „vegetus", was „unversehrt, gesund, frisch und lebendig" bedeutet.
Das Fleisch, das Menschen essen, ist entbeint, verdorben und tot.
 

radhe

„Und Gott sprach: Siehe, ich gebe euch alles Kraut, das Samen trägt, auf der gesamten Erde, und alle Bäume, an denen Früchte sind; das soll eure Speise sein." Genesis 1,29

 

DU SOLLST NICHT TÖTEN

 

„Welch’ abscheuliches Verbrechen ist es, Eingeweide in Eingeweiden zu begraben." Pythagoras

 

„Wage es, weise zu sein! Höre auf, Tiere zu töten! Wer die Stunde des rechten Lebens hinausschiebt, gleicht nur dem Bauern, der darauf wartet, dass der Fluss versiegt, ehe er ihn überquert." (Horaz, 65-8 v. Chr)

 

 

"Ihr nennt Raubtiere - Löwen, Tiger und Schlangen - gefährlich, während ihr selbst eure Hände mit Blut besudelt und ihnen in keiner Art der Grausamkeit nachsteht. Und doch ist Töten für sie das einzige Mittel, um sich zu ernähren, während es für euch eine überflüssige Gewohnheit ist. Warum tut ihr so, als ob die Erde nicht imstande wäre, euch zu erhalten und ernähren?... Tatsächlich töten wir nicht die Löwen und Wölfe, um sie zu essen, wie wir es zur Selbstverteidigung tun könnten, sondern die Zahmen und Wehrlosesten."

Plutarch-70 vor Chr.

 

Es ist nun immer mehr bewiesen, dass Experimente an lebenden Tieren vollkommen sinn-und zwecklos sind. Das trifft sich gut. Da fällt es einem noch viel leichter, dagegen zu sein. Würde man sie denn akzeptieren, wenn sie einen gewissen Wert hätten? Wende ich mich nur gegen die Barbarei, wenn sie mir persönlich nichts einbringt?

 

Viele sind entrüstet, dass Tiere als Labormaterial gebraucht werden, aber nur Wenige stören sich daran, dass Tiere tagtäglich milliardenfach mehr als Küchenmaterial verwendet werden.

Radhe

 

Wer die Wahrheit sucht, muss allein bleiben und mit all denen brechen, die sie nicht genügend lieben.

 

„Sie haben soeben zu Mittag gegessen; und wie sorgfältig auch immer das Schlachthaus in einer taktvollen Entfernung von einigen oder mehreren Kilometern verborgen sein mag: sie sind mitschuldig."

Ralph Waldo Emerson

 

Der jüdische Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer schreibt zu Recht: „Wo es um die Tiere geht, wird jeder zum Nazi... Für die Tiere ist jeder Tag Treblinka."

 

Nie zuvor wurde die Schamlosigkeit, Brutalität und Allgegenwärtigkeit des menschlichen Speziezismus so offenkundig: die Ausbeutung von leidensfähigen Wesen einzig und allein deshalb, weil sie zu einer anderen biologischen Art (Spezies) gehören – und sich nicht wehren können.

 

Dieser Speziezismus ist ethisch um nichts weniger fragwürdig als es Rassismus und Sexismus sind, übertrifft letztere in seinen Dimensionen aber um ein Vielfaches.

 

Zu keiner Zeit wurden so viele Menschen auf so schreckliche Methoden so systematisch massakriert, wie dies heute mit den Tieren geschieht.

 

Radhe

„Gerechter Gott! Aus wie vielen Marterstunden der Tiere lötet der Mensch eine einzige Festminute für seine Zunge zusammen!"

Jean Paul (1763-1825)

 

Fleisch zu essen ist nicht meine persönliche Angelegenheit, ist nicht Privatleben. Es betrifft doch zumindest das Tier, das um meinetwillen gezüchtet und getötet wird

Radhe

 

„Jeder isst, was er will, jeder viviseziert, wie er gerade will, jeder tötet, was er gerade will...." Dies ist die Mentalität von Unzivilisierten. RADHE

 

„Um eine Gemeinschaft freier Wesen zu ermöglichen, ist die Festlegung von Recht notwendig, wodurch die Freiheit des Einzelnen eingeschränkt wird."

(Johann Fichte, „Wissenschaftslehre")

 

Die Diskriminierung aufgrund der Art oder Spezies, der Speziezismus, ist ebenso willkürlich wie die Diskriminierung aufgrund der Rassen- oder Geschlechtszugehörigkeit.

 

Der Rassist denkt: "Weil du eine schwarze Haut hast, darf ich dich als Sklaven halten." Der Sexist sagt: "Weil du eine Frau bist, darfst du nicht zur Wahl gehen."

Und der Speziezist sagt: "Weil du ein Tier bist, kann ich dich umbringen und aufessen."

Radhe

 

Das Recht auf Leben steht jedem Lebewesen zu – Mensch und Tier. Fleisch zu essen ist eine Zuwiderhandlung von diesem Grundrecht.

Radhe

 

Unter dem sozialen Druck dieser Gewohnheit, dass ja "alle" Fleisch essen, verliert das sterbende Opfer für den Esser seine Individualität. Es wird plötzlich zu einem "Nahrungsmittel" deklassiert. Entpersönlicht, damit ich das Unfassbare tun kann, dass Nicht-zu-Rechtfertigende rechtfertigen.

 

„Vor einigen Jahren verbrachte ich einige Zeit im Frachtraum eines schottischen Fischfang-Schiffes im Nordatlantik. Er enthielt ein riesiges Durcheinander verschiedenster Fischsorten - einige kommerziell zu verwenden, andere nutzloser Beifang, der wieder über Bord geworfen wird - und alle warteten darauf, ausgenommen zu werden. Besonders trafen mich die portugiesischen Hundshaie, kleine, etwa einen Meter lange Haie mit rasiermesserscharfen Zähnen und struppigen braunen Fellen. Ihre schönen gelbgrünen Augen leuchteten im finsteren Chaos des Frachtraumes wie Neonlampen. Viele andere Fische zeigten Anzeichen akuten Druckverlustes. Ihre Augen quollen hervor, und die Schwimmblasen traten ihnen auf groteske Weise aus dem Maul. Die Hundshaie konnten den Schock, aus einem Kilometer Wassertiefe hochgerissen worden zu sein, anscheinend besser verarbeiten, und mehrere von ihnen zappelten oder zuckten noch auf den Kadaverbergen. Einer lag fast gelangweilt auf dem Rücken und rekelte sich im Gleichtakt mit dem Donnern des Schiffes. Unter krampfhaften Zuckungen kam er plötzlich nieder. Das Baby war schwarz und etwa sechzehn Zentimeter lang, und seine Augen waren kleine leuchtende Knöpfe von derselben Färbung und fluoreszierenden Intensität wie die seiner sterbenden Mutter. In den nächsten drei Minuten erhielt es noch fünf Geschwister, die sich auf der Suche nach dem lebensspendenden Meer blindlings in die Haufen toter Fische hineinwühlten.

 

Die Welten hätten nicht verschiedener sein können: hier die Welt lebender, schmerzfähiger Wesen, und da die Welt des kommerziellen Fischfangs, in der sie ungerührt verarbeitet wurden." (James Hamilton in der Weltwoche nr.43)

 

Diese Menschensicht hat eklatante Unvereinbarkeiten, Heuchelei zur Folge: "Meine Katze, mein Hund liebe ich so". Es sind Individuen zu denen ich ein persönliches Verhältnis habe. Die Anonymität der verspeisten Opfer macht einen unsensibel für ihre Schmerzens-Schreie.

 

Im Mai 2003 gab es einen Aufschrei der Empörung als ein dänischer Künstler die Besucher einer Ausstellung einlud, lebende in einem Mixer schwimmende Goldfische zu zerhacken. Man brauchte nur auf den Knopf zu drücken. Er erhielt eine Geldstrafe wegen Tiermisshandlung.

 

Der Zynismus rechtfertigt die Massentötung für unseren Verzehr, aber irgendwie scheint der Gedanke, Tieren das Recht auf Leben zuzugestehen eben doch nicht ganz verdrängbar zu sein. Nun ist man empört über ein zerhackter Goldfisch – und übergeht die Tausenden von Kühe, die täglich verspeist werden...

Radhe

 

Das Bewusstwerden einer Grausamkeit ist vielleicht ein erster Schritt derer Überwindung. Wir essen die Tiere aus Gewohnheit, und die Einzelschicksale werden aus dem Bewusstsein evakuiert. Der Verzehr unserer Mitgeschöpfe ist ein toleriertes Verbrechen.

Aber: Wo Recht zu Unrecht degradiert, wird Widerstand Pflicht

Radhe

 

„Seine Unterarme triefen vor Blut. Nach jedem zehnten Stich hilft nur der Wasserschlauch. Eine Sau ist aus der Tötebucht entwischt, und quiekt zitternd im Blutbad ihrer „abgestochenen" Artgenossen. Der Schlächter bugsiert sie aus der Wanne zur Stromzange zurück...."

(Stern, Nr. 37/85)

 

Sie werden hier einwenden: „Hört doch auf mit diesen Blutgeschichten, sonst wird mir noch übel." Menschen wenden sich lieber vom Widerwärtigen ab, als etwas dagegen zu tun.

 

Plutarchs „zieren wir immer wieder unseren Tisch mit toten, verwesenden Körpern, die kurz zuvor noch geschrien und gebrüllt, sich bewegt und gelebt haben...."

 

Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt, und gegenüber den Angstschreien taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag, und den Vogel verspeist, dem er selbst das Futter gereicht hat – wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt? Oder was sollte sonst ein Verbrechen sein?" (Phytagoras)

 

Jeder möchte doch das Leid in der Welt so gering wie möglich halten. Das ist der moralische Imperativ. So muss ich mich ehrlich fragen, ob ich mir durch den Verzicht auf Fleisch wirklich grössere Leiden zufüge, als das von mir verspeiste Tier in einem angstvollen Schlachthaustod erdulden musste.

Radhe

 

Soll ich Weihnachten weiterhin gedankenlos im Blute sterbender Kreaturen feiern, und mich der stummen Bitten seitens der Tiere verschliessen?

 

 

 

„Jeder Mann aus dem Haus Israel oder jeder Fremde in eurer Mitte, der irgendwie Blut geniesst, gegen einen solchen werde ich mein Angesicht wenden und ihn aus der Mitte seines Volkes ausmerzen." Leviticus 17,10

 

 

„Jemand, der einen Ochsen schächtet ist wie einer, der einen Menschen erschlägt."

 

Jesaja 66,3

 

Schnell wird ihnen die Haut vom Körper gerissen, uns schon bald wandern die zerschnittenen Tierhälften ins Kühlhaus. Die blutigen, abgetrennten Köpfe der Kühe hängen zu Dutzenden auf Stahlhaken – Trophäen unserer Barbarei – und nicht viel erinnert daran, dass dies vor kurzer Zeit lebendige, sensible Gesichter waren.

 

 

Ovid in seinen „Metamorphosen" zusammen: „Wirklich, während die Erde, die beste aller Mütter, so grosse Schätze gebieret, hast du nur Freude mit grimmigem Zahne düstere Wunden zu kauen, barbarischen Brauch zu erneuern? Dies wagt ihr zu essen, ihr sterblichen Menschen, so mächtig hungert euch nach der verbotenen Speise. O tut es, ich bitte euch, tut es nicht! O öffnet die Herzen den mahnenden Worten! Wenn ihr den Gaumen lechzt an den Gliedern erschlagener Ochsen, wisst: ihr kaut eure eigenen Ackerbauern."

 

Du sollst nicht töten

 

„Wie konnten sie sich solch’ eine Beschäftigung aussuchen?" fragte ein entsetzter Zuschauer einen Arbeiter im Zürcher Schlachthof. „Wir tun nur die Dreckarbeit für sie, mein Herr", war die Antwort, die ihn zum Schweigen brachte.

 

 

Wie kann man mit blutigen Lippen mit Verachtung von blutigen Händen sprechen?

(Der Durschnittsschweizer verspeist in seinem Leben 25 Kühe, 40 Schweine, und über 1200 Hühner. Ein halber Zoo..)

 

Es ist interessant, dass genau diejenigen, die immer wieder des Menschen Sonderstellung betonen (Krone der Schöpfung, Gottesebenbildlichkeit, Vernunftbegabtheit) beim Fleischessen plötzlich ihre Ähnlichkeit mit den Tieren betonen.

 

„Ich esse Fleisch" – das klingt so harmlos verdinglicht. Der Vorgang, der mir das Fleisch verschafft, ist der grausame Akt des Tötens, der sich in diesem heruntergeschluckten Bissen leiblicher Faser manifestiert. Fleischvertilger leben vom täglichen Sterben ihrer Nächstverwandten. Genauer gesagt vom nächtlichen Sterben, denn geschlachtet wird nachts. Die Menschen haben eben doch ein schlechtes Gewissen, so fliessbandrollend zu töten. Das Geächze und Geschreie ihrer lieben Mitlebenden zu hören würde den Zusammenhang zwischen deren Angst und Not und dem heruntergeschlungenen Rinderschmorbraten wiederherstellen.

 

Hyäne, Aasgeier – schlimme Schimpfwörter gegen den Menschen. Wir sind es: Verzehrer von verwesenden Tieren – wir tun es mit Gewürz.

 

„Wage es, weise zu sein! Höre auf, Tiere zu töten! Wer die Stunde des rechten Lebens hinausschiebt, gleicht dem Bauern, der darauf wartet, dass der Fluss versiegt, ehe er ihn überquert." Horaz (65 v. Chr.)

 

Glückliche Lebewesen werden zu handlichen Leichenteilen reduziert und das, was zuvor unser Freund, das Tier, war, wird nun erstaunlicherweise plötzlich Nahrung genannt. Der heutige Tier-Holocaust findet in aller Öffentlichkeit statt, ja er wird überall inseriert und plakatiert und gilt gesellschaftlich sogar als akzeptabel.

 

"Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und sagt, es sind ja nur Tiere"

 (Theodor Adorno, Soziologe, Philosoph, Musiktheoretiker und Komponist)

 
 

 

Leo Tolstoi (1828-1910) war ein überzeugter Verfechter des Vegetarismus. Er sagte: "Fleischessen ist ein Überbleibsel der grössten Rohheit; der Übergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung. Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben des Menschen nach moralischer Vollkommenheit echt und ernst gemeint ist."

 

 

„Du sollst nicht töten." Ezechiel 20,13

 
 
Ich glaube an die "Tierliebe" der Leute nicht, die Fleisch essen. 
Prema 
 
 
 
 
 

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